• Große Auswahl
  • Einfache Bewerbungserstellung
  • Schnelle Rückmeldung
Job inserieren
140.191 versendete Bewerbungen
hokify Team

Veröffentlicht am: 10.01.17

Macht Geld glücklich? Und wenn ja, wie viel?

Es wird vielerorts gerne behauptet, dass Geld nicht das Wichtigste ist und unser Glücksempfinden kaum bis gar nicht davon abhängt. Doch das ist in über 95% der Fälle nicht die Wahrheit! Tatsächlich können wir dem Streben nach Wohlstand nicht entkommen, denn wir werden von Geburt an darauf getrimmt. Diverse Studien haben gar erwiesen, dass unsere Pulsfrequenz deutlich ansteigt, wenn wir einen Bündel Geldscheine sehen. Selbst bei Menschen, die sich als erklärte Gegner des Kapitalismus positionieren, werden direkt vom Unterbewusstsein gesteuert und empfinden sehr wohl Glück beim Betrachten ihres üppigen Kontostands. Die große Frage lautet daher: Wie viel ist genug? Wo liegt die Grenze, bzw. gibt es überhaupt eine? Das erfährst du jetzt bei uns:

Der Abnutzungseffekt

Money, Kohle, Zaster, Moneten... Mühsam verdienen wir es - leichtfertig geben wir es wieder aus und empfinden dabei jedes Mal ein temporäres Glücksgefühl, je nachdem, was gekauft wird und wie lange wir uns daran erfreuen. Neue Kleidung wird nach dem dritten Waschgang meist als nichts Besonderes mehr angesehen, wogegen das Glücksgefühl eines neuen (Gebraucht-) Wagens deutlich länger anhält. Oder achtest du nach einem Jahr noch darauf, ob du dein Smartphone sanft auf den Tisch legst oder einfach aus der Hand gleiten lässt? Der Abnutzungseffekt ist abhängig vom Wert eines Produkts. „Glück kann man nicht kaufen“, ist daher nur die halbe Wahrheit: Wenn man regelmäßig shoppen geht, bleibt das Glücksniveau auf einem konstanten Level. Drum haben Superreiche auch drei Villen, zwei große Yachten und vierzehn Sportwagen… Ob es gebraucht wird, ist relativ nebensächlich.

Geld regiert das Glück

Wissenschaftliche Studien haben erwiesen, dass wir zufriedener sind, je mehr Geld wir besitzen. Sogar reiche Zeitgenossen schwören, sie wären mit dem Dreifachen ihres Vermögens „noch glücklicher“ als ohnehin schon. Doch es gibt einen Haken: Das Glücksempfinden, welches durch Geld hervorgerufen wird, lässt sich nicht endlos skalieren. Sprich: Ab einer gewissen Summe bedeutet uns die ganze Kohle nichts mehr und es ist uns dann auch ziemlich schnuppe, wenn wir noch mehr davon anhäufen. Beim Gehalt zum Beispiel wird der Freudensprung immer geringer, je höher die Summe klettert. Die Steigerung von 1700€ auf 2400€ trifft uns viel stärker als eine von 3400€ auf 4000€. Die Connection zwischen Glück und Geld ist nicht linear. Sobald sämtliche finanziellen Grundbedürfnisse gedeckt und gestillt sind, flacht die Glückskurve deutlich ab. Unendlich viel Geld macht also nicht unendlich glücklich.

Jobs in jeder Branche und Gehaltsklasse findest du selbstverständlich HIER bei uns.

Mehr als alle anderen

Ein weiterer psychologischer Effekt ist der des, meist unterbewussten, Vergleichens. Seit dem Kindergarten wollten wir immer mehr und besseres Spielzeug haben, als die anderen. Der Mensch braucht Vergleichswerte, um sich und seinen Wert in der Gesellschaft einschätzen zu können. Westeuropäische Gutverdiener würden denken, dass ein indischer Kleinfarmer arm und unglücklich sei, obwohl sich dieser als den reichsten Farmer weit und breit sieht, da er mehr erntet, als all seine Nachbarn zusammen. Wir streben stets nach Sicherheit durch Überlegenheit. Eine groß angelegte Umfrage ergab, dass der Großteil von uns lieber in einem Unternehmen tätig wäre, wo wir 80.000€ und die Kollegen 60.000€ verdienen, als in einer Firma, in der wir 100.000€ bekämen, die Kollegen aber 130.000€. So stark ausgeprägt ist dieser „Besser-sein-Effekt“.

Ob wir wollen oder nicht: Geld spielt eine gewaltige Rolle in unserem Leben. Für viele Menschen vielleicht nicht die Größte, doch es beeinflusst jeden von uns. Nicht nur weil wir es zum (Über-) Leben brauchen, sondern weil es unser denken und handeln, sowie unser Selbstwertgefühl mehr oder weniger direkt tangiert. Geld allein macht zwar nicht glücklich, doch seien wir mal ehrlich, furchtbar unglücklich macht es uns auch nicht…


Quellen:
kununu.com
zeit.de
sueddeutsche.de