Jobsuche mal anders? Lass dich von Unternehmen finden

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Aktualisiert: 02.03.2022 Lesedauer: ca 5min

Junge Frau in Hängematte mit Smartphone

Wie findet man einen Job? Jobausschreibungen und freien Stellen suchen, Lebenslauf erstellen, Bewerbung mit Motivationsschreiben verschicken und dann erstmal abwarten, bis du (vielleicht) eine Antwort bekommst? Es geht einfacher: indem du Active Sourcing nutzt! Immer mehr Unternehmen schreiben Bewerberinnen direkt an, wenn sie offene Positionen zu besetzen haben - und das kannst du dir unkompliziert zu Nutze machen! Durch diese Art der passiven Jobsuche sparst du dir die Suche nach passenden Stellen. Doch was bedeutet Active Sourcing eigentlich und wie können Arbeitgeberinnen dich finden? Auf was musst du dabei achten? Hier kommen die wichtigsten Infos zum Active Sourcing! 

Was bedeutet Active Sourcing?

Active Sourcing heißt übersetzt “aktive Beschaffung” und bedeutet, dass Unternehmen aktiv auf potenzielle Bewerberinnen zugehen und diese kontaktieren. Personalverantwortliche suchen (meist online) nach Personen mit passenden Qualifikationen und Erfahrungen. Je nach Unternehmen werden dazu Jobplattformen, Social Networks oder auch Bewerber-Datenbanken verwendet. Geeignete Kandidatinnen werden dann - meistens durch eine persönliche Nachricht, manchmal auch via Telefon - kontaktiert und auf eine offene Stelle aufmerksam gemacht. Du kannst dann, je nach Unternehmen und Plattform, direkt in den Bewerbungsprozess einsteigen oder dich über einen anderen Kanal bewerben, wenn die angebotene Stelle für dich in Frage kommt.

Der Vorteil für dich? Du sparst dir die lange, oft mühsame Jobsuche und hast meistens eine einfachere Bewerbung, weil du davon ausgehen kannst, dass das Unternehmen Interesse an dir hat. Damit hast du gute Chancen auf die Stelle. Und auch wenn du gerade nicht auf Jobsuche bist, weil du zum Beispiel noch in Ausbildung bist oder studierst, können dir Unternehmen durch Active Sourcing ein Angebot machen - und wer weiß, vielleicht ist ja sogar ein guter Deal für dich dabei! Doch selbst wenn nicht, ist es immer gut, die Kontaktinformationen der Personen zu behalten, denn falls du in Zukunft auf der Suche nach einem neuen Job bist, hast du so direkt eine Ansprechpartnerin. 

Darauf solltest du bei Active Sourcing achten 

Damit du von Unternehmen gefunden wirst, solltest du darauf achten, dich im bestmöglichen Licht zu präsentieren. Doch was kannst du tun, um auch wirklich gefunden zu werden und einen guten Eindruck zu hinterlassen? 

  • Online-Profil(e) anlegen 

  • Deinen Online-Auftritt anpassen

  • Algorithmen und Keywords für Active Sourcing nutzen 

  • Online Networking betreiben 

Online Profile anlegen 

Nein, hier ist nicht dein TikTok-Account gemeint, sondern die für Recruiterinnen relevanten Datenbanken und Social Networks. Dazu zählen vor allem: 

  • Business Networks wie Linkedin oder Xing 

  • Jobportale wie hokify

  • Bewerberdatenbanken von Institutionen wie dem Arbeitsmarktservice (AT) oder der Agentur für Arbeit (DE) 

  • Unternehmenseigene Datenbanken 

  • Branchenspezifische Datenbanken 

Achte darauf, dein Profil vollständig auszufüllen und alle relevanten Daten anzugeben. Auch wenn das anfangs viel Arbeit sein kann, wird es sich langfristig lohnen, die Profile genau und ordentlich auszufüllen. Unternehmen schreiben eher Kandidatinnen an, von denen sie mehr wissen, als solche, die nur ihren Namen angeben. 

#hokifyexpertentipp: Meistens ist es möglich, dein Active Sourcing Profil zu anonymisieren oder deinen derzeitige Arbeitgeber auf eine Blacklist zu setzen, damit dieser nicht sieht, dass du auf Jobsuche bist. 

Passe deinen Online-Auftritt an 

Neben deinen Profilen in den relevanten Networks und Datenbanken sollten auch deine anderen Online-Auftritte ein gutes Bild von dir vermitteln. Denn selbst wenn dich Recruiter nicht auf Instagram anschreiben, heißt das nicht, dass sie nicht auch dort nach dir suchen. Schalte also entweder deine Profile auf “privat” oder stelle sicher, dass du keine unangebrachten Fotos oder Videos online hast - Fotos vom letzten Partyurlaub und Videos von der letzten Clubtour kommen bei potenziellen Arbeitgeberinnen meistens eher nicht gut an.

Trotzdem sollten deine Social Media Accounts authentisch sein und deine Persönlichkeit abbilden - versuche also nicht, dich zu verstellen oder Fake-Infos anzugeben. Denk einfach nur vor dem Posten darüber nach, ob es für dich okay wäre, wenn eine Recruiterin oder deine Chefin dieses Bild oder Video sieht - denn meistens tun sie das irgendwann. 

#hokifyexpertentipp: Wenn du nicht möchtest, dass du von potenziellen Arbeitgeberinnen auf Social Media gefunden wirst, solltest du deine Privatsphäre-Einstellungen auf “privat” stellen und/oder nicht deinen vollen Namen verwenden. Umgekehrt solltest du in Business Netzwerken oder Datenbanken immer deinen vollen Namen angeben, damit du gefunden werden kannst. 

Algorithmen und Keywords im Active Sourcing nutzen 

Was Algorithmen mit Active Sourcing zu tun haben? Einiges! Manche Unternehmen nutzen mittlerweile eigene Programme um gute Kandidatinnen im Web zu finden. Doch selbst wenn das nicht der Fall ist, und einfach nur in relevanten Netzwerken oder sogar Google gesucht wird, spielen Algorithmen und Keywords eine wichtige Rolle: sie beeinflussen, filtern und sortieren die Suchergebnisse. Deshalb ist es wichtig, dein Profil so gut wie möglich für diese Algorithmen und Suchfunktionen aufzubereiten - sonst wirst du womöglich übersehen. Diese 5 Dinge solltest du dabei beachten: 

  • Nutze Keywords und erwähne sie häufig! So stellst du sicher, dass Personen die nach diesen Begriffen suchen, dein Profil finden. Bist du zum Beispiel im Handel tätig, solltest du Wörter wie “Einzelhandel” “Handelsangestellte” oder “Sales-Mitarbeiterin” in dein Profil einbauen. 

  • Verzichte auf kreative Gestaltung. Es geht darum, die Suchmaschine mit den relevanten Daten zu füttern, damit sie dein Profil dem Unternehmen vorschlägt. Kreatives Design lässt dich dabei meist leider nicht hervorstechen, sondern führt eher dazu, dass du übersehen wirst weil deine Daten nicht erfasst werden können. 

  • Halte dich kurz und knapp! Recruiterinnen haben nicht viel Zeit, sich dein Profil anzusehen - je schneller und klarer sie alle Infos über dich bekommen, desto besser! 

  • Achte auf Vollständigkeit. Fülle alle relevanten Felder aus, lade Dokumente hoch, wenn das gewünscht ist und füge ein Foto hinzu. Vollständige Profile werden eher gefunden, weil sie eine höhere Relevanz haben. 

  • Bleib präzise und genau! Führe nur die Qualifikationen an, die für deinen Traumjob relevant sind. Sonst schreiben dich womöglich auch Firmen an, die gar nicht zu dir passen…

#hokifyerklärt: Keywords sind Schlagworte oder kurze Phrasen, die in einem Text vorkommen oder mit denen ein Text beschrieben werden kann. Online sind es meistens auch die Begriffe, mit denen bestimmte Dinge in Suchmaschinen gesucht werden: bist du zum Beispiel auf der Suche nach einem neuen Job, könnten “Jobs”, “freie Stellen” oder “Jobplattform” gute Keywords dafür sein. 

Betreibe Online-Networking 

Ein gutes Netzwerk erleichtert dir die Jobsuche und sorgt dafür dass du leichter gefunden wirst. Besonders auf Business-Plattformen wie Xing oder Linkedin lässt es sich gut networken: tausche dich mit Kolleginnen aus, kommentiere Beiträge und bleib auf dem Laufenden, was dein persönliches Netzwerk betrifft. Auch hier gilt: ein gutes, aktives Profil ist immer der erste Schritt. Gerade auf Linkedin und Xing kannst du deine Karriere gut mit Anderen teilen: poste regelmäßig über deine Erfolge im Job, Erfahrungen, die du gemacht hast oder Learnings, die du dir aus einem Projekt mitgenommen hast. Teile Posts von Kolleginnen oder Freundinnen, starte Diskussionen oder nimm an (Online) Events teil. Hast du beispielsweise einen Kurs abgeschlossen, eine besonders cooles Projekt beendet oder mit jemandem zusammengearbeitet, kannst du das in einem Post feiern. Je aktiver du bist, desto schneller wird dein Netzwerk wachsen und desto eher wirst du beim Active Sourcing gefunden.

So wirst du von Unternehmen auf hokify gefunden

Auch hokify, die mobile Job-Plattfom, hat eine eigene Funktion für Active Sourcing, auch bekannt als “Aktive Kandidatensuche”. So können Unternehmen aktiv nach Kandidatinnen suchen und direkt kontaktieren. Natürlich ist deine Privatsphäre wichtig - das passiert nur, wenn du das auch möchtest! Wir wissen aber, dass schon viele Topjobs so besetzt wurden.

hokify active sourcing beim erstellen eines profils

Wenn du dein Profil das erste Mal bei hokify anlegst, wirst du drei Dinge gefragt: 

  1. Wo suchst du deinen Job?
    Damit wir dir nur Jobs anbieten, die zu deinem Wunsch-Standort passen.

  2. Welchen Job suchst du?
    Damit wir dir nur Jobs anbieten, nach denen du wirklich suchst. 

  3. Möchtest du gefunden werden? 

Damit schaltest du das Active Sourcing frei und Unternehmen können dich aktiv kontaktieren. 

Setzt du in der letzten Frage das Häkchen, kannst du in Zukunft direkt über die hokify-App von Unternehmen angeschrieben werden. Um die Funktion in deinem Profil ein- oder auszuschalten, klickst du einfach oben rechts auf dein Profilbild und dann auf “Einstellungen”. Dort findest du direkt als erstes die “Lass dich finden”-Funktion: ist das Häkchen gesetzt, können Unternehmen dich auf hokify finden und kontaktieren, wenn nicht, bleibt dein Profil verborgen. Das hat jedoch keine Auswirkungen auf deine Jobsuche - du siehst deswegen nicht mehr oder weniger Stellenangebote! 

#hokifyexpertentipp: Mit einem vollständigen hokify-Lebenslauf und einem Profilfoto hast du bessere Chancen, gefunden zu werden! Stelle also sicher, dass du dein Profil vollständig ausgefüllt hast, bevor du diese Funktion aktivierst. 

Fazit 

Active Sourcing ist eine großartige Möglichkeit, auf neue Jobs aufmerksam gemacht zu werden: Unternehmen, die auf der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen sind, schreiben dich direkt an, wenn du zu ihren Anforderungen und Stellen passt. Das ist nicht nur eine coole Ergänzung zu deiner aktiven Jobsuche, sondern auch eine gute Möglichkeit, nebenbei ohne großen Aufwand nach Jobs zu suchen. Außerdem kann es dir wertvolle Kontakte bringen und den Bewerbungsprozess vereinfachen. Auch auf hokify ist das möglich: einfach die “Lass dich finden” Funktion aktivieren und von coolen Unternehmen gefunden werden! 

Julia ist gut darin, die Schwerkraft auszutricksen und schlecht darin, Zimmerpflanzen am Leben zu halten. Ihre Leidenschaft für Sprache hat sie über die Tourismusindustrie zur Kommunikationsbranche geführt, wo sie derzeit ihr Masterstudium absolviert. In den hokify Karriere-Tipps versorgt sie dich regelmäßig mit den wichtigsten Tipps, Tricks und Infos rund um den Arbeitsalltag (inklusive dessen rechtlichen Regelungen) und den Arbeitsmarkt, damit du hoffentlich informierter in dein Berufsleben startest, als sie es anfangs war.

Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit wird auf die gelichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Alle Personenbezeichnungen sind gelten für alle Geschlechter.

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