Mund-Nasen-Schutz am Arbeitsplatz. Auch nach Corona?

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Ein aktuelles Stimmungsbild der Job-Plattform hokify mit 927 TeilnehmerInnen zeigt: ArbeitnehmerInnen und Jobsuchende rechnen auch nach der Pandemie mit verschärften Maßnahmen am Arbeitsplatz. Das Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist besonders in den durch die Pandemie stark betroffenen Branchen beeinträchtigt, das wirkt sich auf die Produktivität im Unternehmen aus. In vielen Wirtschaftssparten haben sich Arbeitsabläufe digitalisiert und auf online Kanäle verlagert, in den meisten systemrelevanten Berufen ist Homeoffice jedoch keine Option. 

Diese Maßnahmen bleiben auch nach Corona

Der Blick in die Zukunft kommt nicht ohne Mund-Nasen-Schutz aus: Dass auch nach Corona täglich mehrmaliges Hände desinfizieren und Lüften, die Maskenpflicht am Arbeitsplatz sowie Abstandsregeln zum Arbeitsalltag gehören, denkt rund die Hälfte der Befragten. Homeoffice-Regelungen sehen immerhin 43 Prozent der Befragten auch nach der Pandemie. Positiv aufhorchen lässt, dass die meisten Befragten nach der Pandemie wieder mit mehr KollegInnen am Arbeitsplatz rechnen, die aus Kurzarbeit und Co. an den Arbeitsplatz zurückkehren.

Wohlbefinden und Produktivität

Dass sich die Maßnahmen auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz auswirken zeigt die Umfrage deutlich: Nicht wohl am Arbeitsplatz fühlen sich Befragte in den Branchen Handwerk/Bau/Produktion (32%), Pflege/Gesundheit (28%) und Lager/Transport/Logistik (28%). Am wohlsten fühlen sich derzeit Befragte an ihrem Arbeitsplatz in der EDV/IT/Technik Branche (60%) und im Bereich Büro/Administration (41%), sei es im Büro oder Homeoffice. 

Die Corona-Maßnahmen und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz beeinflussen die Produktivität maßgeblich: Über 40 Prozent der Befragten in der Branche Handwerk/Bau/Produktion gaben an, dass sich die Maßnahmen am Arbeitsplatz negativ auf die Produktivität im Unternehmen auswirken. Am wenigsten Auswirkungen werden in der Branche EDV/IT/Technik wahrgenommen - eine Branche die klassisch mit dem richtigen Equipment auch problemlos von zu Hause aus arbeiten kann. 


Homeoffice für Systemerhalter keine Option

Homeoffice und Remote Work sind am gewerblichen Arbeitsmarkt für viele ArbeitnehmerInnen nicht möglich, besonders in den systemrelevanten Berufsgruppen geht die Arbeit in denselben Abläufen wie vor Corona weiter. Verschärft haben sich allerdings die Arbeitsplatzbedingungen wie Abstands- und Masken-Regelungen. Aus einer hokify-Umfrage von Oktober 2020 ging hervor, dass mehr als die Hälfte der über 1.000 Befragten nie im Homeoffice arbeitet. 

“Es ist bezeichnend, dass besonders bestimmte Branchen keinen Zugang zu Homeoffice haben. New Work ist am gewerblichen Arbeitsmarkt de facto nicht möglich. Hier muss man mit anderen Benefits gegensteuern, damit es innerhalb von Unternehmen nicht zu Spannungen kommt.” weiß Karl Edlbauer, Co-Founder und Geschäftsführer von hokify.

Neues Arbeiten für Alle

“Die letzten Monate haben gezeigt, dass man für alle Mitarbeiter gute Arbeitsplatzbedingungen schaffen muss. Je nach Mitarbeiter kann das ganz unterschiedlich sein. Homeoffice ist für viele eine tolle Sache, andere bevorzugen einen Arbeitsplatz im Büro. Für Mitarbeiter, die derzeit mehr leisten und wegen Corona besonders unter Druck und an vorderster Front stehen, sollte es jedenfalls eine Anerkennung geben. Vom Gutschein, über Zulagen bis zu extra Urlaubstagen gibt es hier viele Möglichkeiten.” schließt Edlbauer.

Die Pandemie hat gezeigt, dass es auf ein gutes Zusammenspiel im Unternehmen ankommt und darauf, dass alle Mitarbeiter motiviert sind.

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