Smalltalk Themen & Tipps

von Julia Gerstmayer

Aktualisiert: 12.03.2024 Lesedauer: ca 3min

Drei Kolleg:innen beim Smalltalk

Ob am Firmenevent, im Meeting oder bei der Geburtstagsfeier einer Bekannten: um Smalltalk kommt man nicht herum. Während manche Menschen damit ganz natürlich umgehen können, ist es für Andere schwierig, die Stille zu füllen. Doch keine Angst - man kann Smalltalk lernen! Dabei eignen sich manche Smalltalk Themen besser als Andere. Noch ein bisschen Nachfragen und höfliches Nicken und schon bist du ein echter Smalltalk-Profi! 

Was ist Smalltalk?

Smalltalk, wortwörtlich übersetzt “Kleines Gespräch”, sind Plaudereien und Alltagsgespräche, die meistens spontan entstehen und locker geführt werden. In einem umgangssprachlichen Ton werden alltägliche Dinge besprochen, wobei allerdings meistens nicht in die Tiefe gegangen wird. Sehr oft wird Smalltalk als Intro für Gespräche genutzt oder um einander kennenzulernen. Und auch die “peinliche Stille” oder Mitarbeitergespräche werden gerne mit Smalltalk gefüllt. Dementsprechend ist Smalltalk ein wichtiges zwischenmenschliches Ritual, das besonders oft genutzt wird, wenn man die Gesprächspartnerin nicht allzu gut kennt. Im professionellen Kontext wird Smalltalk oft auch zum Aufbau von zwischenmenschlichen Beziehungen verwendet, zum Beispiel im Verkauf oder beim Kennenlernen neuer Kolleginnen

10 Smalltalk Themen

Welche Themen eignen sich besonders gut für Smalltalk? Themen, zu denen die meisten Menschen etwas sagen können, ohne lange darüber nachzudenken. Dazu zählen vor allem Themen aus dem persönlichen Umfeld oder dem Alltag. Hier kommen 10 Smalltalk Themen, die du immer gut für dich nutzen kannst:

  • Beruf

  • Hobbies 

  • Aktuelle Situation (z.B. das Buffet auf einem Event, die Musik auf einer Party etc.) 

  • Essen (vor allem, wenn man gerade eines in der Hand hat…) 

  • Bücher

  • Filme

  • Social Media Trends

  • Reisen & Urlaub 

  • Aktuelle Ereignisse (z.B. sportliche Großevents, Festivals, Preisverleihungen etc.) 

  • Inspiration

10 Smalltalk Fragen

Eine gute Strategie beim Smalltalk ist es, dem Gegenüber Fragen zu stellen. So kannst du Interesse zeigen und erfährst gleichzeitig neue Informationen, die du im Laufe des weiteren Gesprächs nutzen kannst. Diese 10 Smalltalk Fragen kannst du im Laufe deiner Gespräche gut einsetzen: 

  • Wie fandest du XY? (z.B. den Vortrag, der gerade gehalten wurde, das letzte Event, deinen ersten Tag im Unternehmen…) 

  • Was machst du beruflich? 

  • Woher kennst du XY? (z.B. die Gastgeberin, einen gemeinsamen Freund…) 

  • Was inspiriert dich?

  • Welches Buch liest du gerade / Serie siehst du gerade? 

  • Hast du Pläne für das nächste Wochenende/den Sommer/Weihnachten…? 

  • Wo warst du das letzte Mal auf Urlaub? 

  • Die Muffins sehen ja lecker aus - hast du sie schon probiert? 

  • Hast du schon von XY gehört? (z.B. Celebrity News, Trends, Ereignisse, Neuigkeiten, Videospiele…)

  • Was machst du gerne in deiner Freizeit? 

10 Smalltalk Themen, die du vermeiden solltest

Die folgenden Themen solltest du beim Smalltalk lieber außen vor lassen: 

  • Familie und Herkunft

  • Kinder und Kinderwunsch

  • Körper und Körperform (nein, auch keine Komplimente!) 

  • Politik 

  • Religion 

  • Sexuelle Orientierung

  • Krankheiten und Tod 

  • Klatsch, Tratsch und Gossip

  • Kritik am Gegenüber

  • Belehrungen, Besserwisserei und Mansplaining

#hokifyexpertentipp: Diese Themen solltest du vor allem deswegen vermeiden, weil es Menschen gibt, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, keine guten Beziehungen zu gewissen Themen haben oder Traumata aus der Vergangenheit oft mit diesen Themen verknüpft sind. Spricht deine Gesprächspartnerin die Themen von sich aus an, kannst du selbst entscheiden, ob du darauf einsteigst oder lieber das Thema wechseln möchtest. Du solltest jedoch nicht aktiv Fragen zu diesen Themen stellen oder sie aufbringen. 

Grafik die passende Smalltalk Themen und NoGo's beim Smalltalk aufzeigt

Smalltalk lernen

Wenn du schon beim Gedanken an Smalltalk Anxiety bekommst, gibt es ein paar Tricks, die dir dabei helfen, Smalltalk-Situationen souverän zu meistern. Das Wichtigste dabei: Keine Erwartungen! Es muss nicht jeder Satz perfekt sein und du musst nicht vom Einzelgänger zum Mittelpunkt jeder Party werden. Smalltalk kann trainiert werden - je mehr du übst, desto einfacher wird es dir fallen! 

Körpersprache und Mimik

Klingt simpel, macht aber einen großen Unterschied: Wer sein Gegenüber anlächelt, wirkt gleich viel sympathischer und nahbarer. Auch eine offene Körperhaltung, zustimmendes Nicken von Zeit zu Zeit und Blickkontakt mit dem Gegenüber signalisieren Offenheit und Interesse. 

Reden und Reden lassen

Eine gute Strategie ist es, ein wenig über dich selbst zu erzählen und dann eine Frage zu stellen. So gibst du Kontext und erfährst gleichzeitig etwas über deine Gesprächspartnerin. Wenn du aktiv zuhörst, kannst du dann meist auch Folgefragen stellen, die das Gespräch am Laufen halten. 

Bleib du selbst

Verstelle dich beim Smalltalk. Das wird nur stressig für dich und kann zu unangenehmen Situationen führen. Stattdessen stell dir einfach vor, dass du mit einem guten Freund sprichst. Das reicht meistens, um eine entspannte Atmosphäre aufzubauen. 

Keine Angst vor Pausen

Pausen passieren und sind ganz normal! Statt sie panisch füllen zu wollen, kannst du die kurze Stille auch nutzen, um das Gesagte zu verarbeiten oder eine neue Frage zu finden. Solange du durch deine Körperhaltung und Mimik trotzdem noch Interesse am Gespräch signalisierst, sind Pausen kein Problem. 

Üben, Üben, Üben

Nutze jede Gelegenheit, die sich dir bietet zum Üben: mit Kolleg:innen in der Mittagspause, im Wartezimmer, bei Parties und Events, beim Friseur oder am Morgen mit der Postbotin - erzähl ein wenig von dir oder stell interessierte Fragen. Je öfter du dich in die Smalltalk-Situation begibst, desto einfacher wird es. 

Fazit

Smalltalk kann man lernen - vor allem durch Übung und ein bisschen Vorbereitung. Beliebte Themen sind meistens Alltagsthemen und Freizeitinfos, doch auch Fragen, die sich auf die aktuelle Situation beziehen, kommen meist gut an. Themen, die sich um Familie, Tod, Politik, Religion oder Ähnliches drehen, solltest du beim Smalltalk eher vermeiden.

Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Formen verzichtet. Alle Personenbezeichnungen sind demnach geschlechtsneutral zu verstehen.

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