Fachkräftemangel: Alarmstufe Rot bereits in der Ausbildung

von

Aktualisiert: 10.07.2024 Lesedauer: ca 2min

Coverbild zur Pressemitteilung von hokify: Fachkräftemangel: Alarmstufe Rot bereits in der Ausbildung

Der hokify Fachkräftereport zeigt alarmierende Trends: Der Fachkräftemangel beginnt bereits in der Ausbildung. Der Trend zu höheren Bildungsabschlüssen und fehlendes gesellschaftliches Ansehen führen dazu, dass immer weniger qualifizierte Fachkräfte nachrücken. Mit nur knapp gemeldeten Azubis im letzten Jahr ist die Anzahl der Nachwuchsfachkräfte in Österreich seit 2010 um 17 Prozent gefallen und damit auf einem historischen Tiefstand.

Trend zu höheren Bildungsabschlüssen befeuert Fachkräftemangel

Die Lücke zwischen Fachkräften und offenen Stellen beginnt schon in der Ausbildung: Besonders Klein- und Mittelbetriebe stehen vor Herausforderungen, wenn es darum geht, Lehrsstellen zu besetzen. Gleichzeitig müssen Hochschulen Studien-Anwärter:innen absagen. Hat die duale Ausbildung wirklich ein reines Imageproblem oder liegt das rückläufige Interesse der jungen Talente an anderen Faktoren?
Während mit einem Studium breite Karrieremöglichkeiten, gutes Gehalt und eine vielseitige Ausbildung assoziiert werden, ist oft unklar, welche Karriere- und Gehaltsmöglichkeiten eine Lehre bringt. Auch dass die Lehre eine fundierte, praxisorientierte Berufsausbildung bietet und dabei auch Soft Skills und Verantwortungsbewusstsein fördert, wird oft übersehen. 

“Die Lehre bildet in vielen Bereichen das Fundament einer erfolgreichen Karriere. Sie bereitet nicht auf das Berufsleben vor, sondern ist bereits ein wichtiger Bestandteil des Berufslebens, der aus jungen Menschen qualifizierte Fachkräfte mit sehr guten Berufsaussichten macht. Ist der Blick bereits auf das Studium fixiert, geht der Wert der Lehre jedoch leider oft unter. Dabei gibt es, aufgrund der in den letzten Jahren entstandenen Vielfältigkeit an berufsbegleitenden Ausbildungen viele Möglichkeiten, auch mit einem Lehrabschluss im Laufe der Berufstätigkeit noch weitere Chancen nutzen.” kommentiert Jutta Perfahl-Strilka, CEO von hokify. 

Lehre bekommt “Sehr Gut” 

Dabei hat die Lehre ein starkes Image: 46 Prozent der 1.000 von hokify (www.hokify.at) befragten Jobsuchenden bewerten sie als „sehr gut“, weitere 19 Prozent als „gut“. Während 58 Prozent der Befragten mit Lehrabschluss die Jobsuche als leicht oder sehr leicht empfinden, kämpfen 18 Prozent der Hochschulabsolvent:innen mit Schwierigkeiten bei der Jobsuche. Dies zeigt deutlich: Die Lehre bietet exzellente Jobchancen, die zunehmend verkannt oder gesellschaftlich ignoriert werden.

„Unsere Gesellschaft muss die Lehre stärker anerkennen und fördern, um den Fachkräftemangel nachhaltig zu bekämpfen. Es ist nicht zielführend, alle Berufsausbildungen, und damit langfristig auch den Arbeitsmarkt als Ganzes, ausschließlich zu akademisieren.“, betont Jutta Perfahl-Strilka, CEO von hokify. „Unternehmen können durch gezielte Maßnahmen und eine verstärkte Kommunikation entscheidend dazu beitragen, die Lehre aufzuwerten. Gleichzeitig müssen Lehrberufe fair kompensiert werden und Lehrlingen angemessene Wertschätzung im Unternehmen entgegengebracht werden.”

Umfrageergebnisse zum Image der Lehre von hokify


Julia ist gut darin, die Schwerkraft auszutricksen und schlecht darin, den Weg ohne Google Maps zu finden. Ihre Leidenschaft für Sprache und hat sie über die Tourismusindustrie zur Kommunikationsbranche geführt, wo sie ein Masterstudium in Digital Marketing und Kommunikation absolviert hat. In den hokify Karriere-Tipps versorgt sie dich regelmäßig mit den wichtigsten Tipps, Tricks und Infos rund um den Arbeitsalltag (inklusive dessen rechtlichen Regelungen) und den Arbeitsmarkt, damit du hoffentlich informierter in dein Berufsleben startest, als sie es anfangs war.

Mehr aktuelle News und Presse-Artikel!

Zurück zur Übersicht

Interessante News über hokify

Mehr Presse-Artikel