Die Lehre zum/zur Bürokaufmann/frau

von
21.06.2016

1. Einleitung

Wenn man an Lehrberufe denkt, kommen den meisten hauptsächlich handwerkliche Lehrberufe in den Sinn: Mechaniker, Tischler, etc.. Doch das beste Beispiel dafür, dass Lehrstelle nicht gleich Lehrstelle ist, ist die Lehre zum/zur Bürokaufmann/frau. Hier lernst du hauptsächlich, wie du in der Bürowelt Fuß fassen kannst und beschäftigst dich viel mehr mit deinem Gehirn, als mit deinen Muskeln. Was genau du über diese vielschichtige Lehre wissen musst und wie deine Karrierechancen aussehen, erfährst du in diesem Artikel.

2. Das nötige Know-How

Bürokaufleute sollten ein gutes Organisations- und Verwaltungstalent haben und auf jeden Fall ein fundiertes Verständnis mit EDV und Internet aufweisen. Je nachdem, auf welche Branche man sich spezialisieren möchte, kommen auch noch weitere wichtige Fachgebiete dazu: Während man sich im Finanzsektor mit Zahlen gut auskennen und ein sehr gepflegtes Äußeres haben sollte, ist es in der Industrie vom Vorteil zumindest ein wenig technische Affinität zu zeigen. Grundsätzlich kann man hier aber auf jeden Fall sagen: Was man gerne macht, macht man gut. Soll heißen, dass man sich vor allem mit einer Lehre zum/zur Bürokaufmann/frau sehr nach seinen persönlichen Interessen richten kann. Denn das Jobangebot ist sehr vielseitig

3. Vielfalt

Es gibt kaum eine Lehrstelle, die so vielfältig ist und Möglichkeiten bietet, wie eine Lehre zum/zur Bürokaufmann/frau. So gut wie jede Branche muss organisiert und verwaltet werden, ganz egal ob es der Handel, das Personalwesen oder sogar die Forstwirtschaft ist. Das heißt, du hast den absoluten Vorteil, dass du dich sehr gut an deinen Interessen orientieren kannst, um deinen absoluten Traumjob zu finden.

Interessante und spannende Branchen für die Lehre als Bürokaufmann/frau sind z.B.:

  1. Industrie

  2. Gewerbe

  3. Handel

  4. Verkehr

  5. Banken & Versicherungen

  6. Wohnungswirtschaft

  7. öffentliche Verwaltung

  8. Land- und Forstwirtschaft

  9. ...und viele mehr

4. Lehrlingsentschädigung

Wie hoch deine Lehrlingsentschädigung ist, hängt vom jeweiligen Kollektivvertrag der Branche, in der du arbeiten möchtest, ab. Während man in einer Rechtsanwaltskanzlei mit einer Entschädigung von 399€ (ausgenommen in Niederösterreich, Tirol und Wien) im ersten Lehrjahr rechnen muss, kann die monatliche Entschädigung in der Österreichischen Bundesimmobiliengesellschaft (ÖBIG) im ersten Lehrjahr schon 890€ betragen.

Das sind die Kollektivverträge, in denen du am meisten verdienst (im 3. Lehrjahr):

  1. AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH: 1.399€

  2. Österreichische Bundesimmobiliengesellschaft: 1.385€

  3. Gemeinnützige Wohnungswirtschaft: 1.381€

  4. Wiener Hafen: 1.327€

  5. Österreichische Akademie der Wissenschaften: 1.325€

Auch nicht schlecht:

Lehre in Österreich - Überblick Lehrstellenmarkt

Die 5 coolsten Samstagsjobs in Wien

Was bedeutet es, geringfügig zu arbeiten?

Finde jetzt schneller deinen neuen Job!

Jetzt registrieren

Das könnte dich auch interessieren!