#kaufdahoam und die Jobs der Zukunft

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Ein_Türschild_auf_dem_steht_sorry_we're_closed_but_still_awesome

Das Coronavirus schlägt weiter seine Wellen und beeinflusst nicht nur unser aller Leben, sondern auch die nationale und internationale Wirtschaft. Viele Experten sprechen vom Tod der Globalisierung, wie wir sie kennen, gleichzeitig leiden vor allem Klein- & Mittelbetriebe in Österreich unter der von der Regierung angeordneten Zwangsschließung. Unterstützung gibt es zwar in Form von Kurzarbeitsregelungen, die Geschäfte müssen aber dennoch geschlossen bleiben, Kunden bleiben aus und folglich kommt es zu keinem Umsatz – und das über mehrere Wochen hinweg. Das dachte man zumindest am Anfang der Krise, denn immer mehr österreichische Läden setzen in dieser schweren Zeit auf Online-Shops und Lieferung der Waren. Doch was bedeutet das langzeitlich betrachtet für den österreichischen Arbeitsmarkt

„Nur der Stärkste überlebt“

Kleiner Exkurs zum Thema Darwinismus: Wenn es ein Prinzip gibt, das die Evolutionstheorie Darwins prägt, dann ist es das Prinzip der natürlichen Selektion. Grundsätzlich bedeutet das, dass auf lange Sicht nur die stärksten Artgenossen einer Art überleben werden. „Stärke“ bedeutet in diesem Fall jedoch die Fähigkeit, sich an äußere Umwelteinflüsse anzupassen. Wer dem Wandel der Zeit nicht nachkommt, stirbt aus.

Hier kann man auch Vergleiche zur Wirtschaft ziehen. Denn genauso, wie es ein natürliches Ökosystem gibt, gibt es auch ein wirtschaftliches Ökosystem. Wer sich nicht an die wirtschaftliche Lage anpassen kann, muss früher oder später schließen. Ein guter Vergleich dazu sind Eiskastenhersteller. Wo das Geschäft am Anfang des 20. Jahrhunderts noch boomte, rückte schnell ein neuer, „stärkerer“ Artgenosse, nämlich der Kühlschrank in den Vordergrund. Einnahmen blieben aus, bis auch der letzte Eiskastenhersteller, der sich nicht anpassen konnte, schließen musste.

Einer ähnlichen Situation stehen wir jetzt gegenüber – Ladenbesitzer, die jetzt nicht handeln und sich der aktuellen Situation anpassen sehen sich bald vor einer riesigen Herausforderung. Denn auch wenn das Geschäft ausbleibt müssen Mieten und Gehälter weiterhin bezahlt werden. Deshalb macht sich jetzt ein neuer Trend breit – Das große Erwachen der Online Shops.

Per Klick in den Warenkorb

Für Viele war dieser Schritt keine Überraschung – Immer mehr kleine und mittelgroße Läden versuchen dem fehlenden Geschäft mit Hilfe von eigenen Onlineshops entgegenzuwirken - sozusagen Home-Office. Das macht ja auch Sinn – denn die Ware muss irgendwie verkauft werden. Einfach die gewünschten Produkte per Klick in den digitalen Warenkorb legen, bezahlen und ein paar Tage später liegt das Paket vor der eigenen Haustür. Einfach, unkompliziert und am wichtigsten: hygienisch.

Das birgt jedoch nicht nur Vorteile für den Endkonsumenten, sondern auch für den Ladenbesitzer selbst. Das größte Plus ist ganz klar der durchgängige Geschäftseingang. Während man bei physischen Läden an Öffnungs- und Arbeitszeiten gebunden ist, können Kunden auch mitten in der Nacht und sogar am Sonntag Produkte einkaufen – sprich, man hat zeitlich fast uneingeschränkt die Möglichkeit, Geld zu verdienen.

Das hat natürlich auch zur Folge, dass man seinen Kundenstamm erweitern kann. Viele berufstätige Personen haben oft nicht die Zeit oder Lust, nach der Arbeit noch in ein Geschäft zu gehen. Mit Hilfe von Online-Shops ist das kein Problem – man kann bequem vom Sofa aus seinen Einkauf tätigen. Viele neue Onlineshop-Besitzer schwören auch auf die damit verbundene Kundenzufriedenheit – bisher kommen die digitalen Läden nämlich sehr gut an, so der allgemeine Tenor.

Der Arbeitsmarkt der Zukunft – ein Ausblick

Wir schreiben das Jahr 2025 – Das Coronavirus ist schon längst nur noch eine weitere Krankheit, doch die Folgen der Krise sind noch immer sehr präsent. Vor allem in ländlichen Gebieten mussten viele kleinere Läden schließen, denn man ist der Digitalisierung nicht nachgekommen. Dafür boomen jene lokalen Geschäfte, die einen Online-Shop besitzen oder komplett auf den digitalen Verkauf ihrer Waren umgestiegen sind. Die Anzahl an Verkaufspersonal ist im Vergleich zu vor 5 Jahren zurückgegangen, dafür erlebt die Liefer- und Logistikindustrie den größten Aufschwung seit langem und auch die IT-Branche steht vor einem Rekordhoch. Aber auch auf persönliche Beratung wird nach wie vor Wert gelegt: Die ersten schlauen Geschäftsführer schulten bereits ihr Verkaufspersonal auf Onlineberatung um – beraten wird per Chat, Hotline oder Videotelefonie.

Anfangs gab es einen großen Aufschrei, bedeutet das doch, dass eine Vielzahl an Menschen ihren Job dadurch verliert. Doch auf lange Sicht haben schon viele Leute erkannt, dass die Jobs nicht weg sind – sie wurden nur an den Lauf der Zeit angepasst. Vor langer Zeit, als die Eisschränke am Aussterben waren, war das nicht anders – Eisblockverkäufer gab es nicht mehr, dafür wurde eine Vielzahl an Elektrikern und Monteuren benötigt, um der steigenden Nachfrage Herr zu werden.

Doch auch wenn wir mittlerweile einen großen Teil unserer Einkäufe online tätigen, der persönliche Kontakt ist nach wie vor nicht weg zu denken – der Mensch wird nämlich immer ein soziales Lebewesen sein. Im Gegenteil – persönlich in ein Geschäft zu gehen hat sich zu etwas Besonderem entwickelt, etwas, worauf man sich schon freuen kann. Samstage sind mehr denn je die ertragreichsten Geschäftstage. Immer öfter wird von der Regierung überlegt, die gesetzlichen Geschäftszeiten so anzupassen, dass das betriebliche „Wochenende“ auf Montag oder Dienstag verlegt werden kann. Denn unter der Woche kaufen die Leute sowieso meistens online, warum also unnötig Strom- und Heizkosten vergeuden, wenn eh niemand kommt?

Global wird dank Amazon & Co. weiterhin eingekauft – allerdings konzentriert sich der Endkonsument eher auf den lokalen Markt. Wieso denn mehrere Wochen auf ein Paket aus Asien warten, wenn es über lokale Geschäfte einfacher und vor allem schneller geht? Außerdem haben wir in der Corona-Krise gelernt, wie wichtig der Zusammenhalt der Bevölkerung ist – ein weiterer Grund also, die Geschäfte in der näheren Umgebung zu unterstützen.

Zurück ins Jahr 2020. Im Zuge der Corona Krise zeigte sich bereits, welche Jobs beim lokalen Online Einkauf besonders wichtig sind: Nachhaltige Lieferdienste per Rad, um den Online Einkauf nachhaltiger zu machen, Lieferanten und Logistiker, um den Warenfluss sicherzustellen und zahlreiche weitere Jobs. Welche Jobs derzeit besonders wichtig und gefragt sind, findest du hier.

Fazit

Die Räder der Zeit drehen sich unaufhörlich weiter und wir müssen uns – genauso wie unsere Vorfahren – daran anpassen. Der Blick in die Zukunft wirkt für die meisten beängstigend, doch es gibt ein Licht am Ende des Tunnels. Mehr denn je merken wir, wie wichtig es ist, am Zahn der Zeit zu bleiben, um das Überleben der lokalen Wirtschaft zu sichern.

Was wir derzeit in Österreich erleben ist nicht der Anfang vom Ende. Es ist vielmehr ein Umschwung - ein Schritt in ein digitaleres Zeitalter und das große Erwachen der lokalen Onlineshops. Denn ob wir es zugeben wollen oder nicht – die Corona-Krise macht etwas mit uns. Wir merken, wie wichtig der Zusammenhalt unter Nachbarn ist. Wir merken, dass die lokale Wirtschaft mit Hilfe des Internets eine zweite Chance bekommt. Und wir merken vor allem, dass der österreichische Arbeitsmarkt vor einem Wandel steht. Die Frage ist jetzt: Wie gehen wir damit um und was bedeutet das für deinen Job? Du hast Anmerkungen und Ideen? Dann schreib uns gerne an david.vozdecky@hokify.com.

Eine Liste aller derzeitigen österreichischen Onlineshops gibt es hier: https://www.falter.at/onlineshop-fibel


Auch nicht schlecht:

https://www.horx.com/48-die-Welt-nach-corona/

https://www.tips.at/nachrichten/rohrbach-berg/wirtschaft-politik/503105-regionale-unternehmen-trotzen-mit-online-shops-und-lieferservice-der-corona-krise


https://www.tt.com/artikel/30724464/online-shopping-geht-auch-lokal-so-kann-man-in-corona-zeiten-dahoam-einkaufen

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