Homeoffice Regelungen und Coronavirus

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Wien 19.3.2020 Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen hat die österreichische Regierung die Empfehlung ausgesprochen, dass ab dem 16.3.2020 alle ArbeitnehmerInnen im Teleworking oder Homeoffice arbeiten sollen, soweit dies möglich ist. Diese sinnvolle Maßnahme, um eine Ansteckung am Arbeitsplatz zu vermeiden, wird hier kurz und verständlich erklärt. Was sind die rechtlichen Grundlagen? Wie vereinbart man die Heimarbeit mit seinem Arbeitgeber? Und was sind die wichtigsten Tipps um sich die Arbeit zu Hause richtig zu organisieren?


Die rechtlichen Grundlagen


Homeoffice oder Telearbeit dürfen nicht einseitig angeordnet werden. Eine Verpflichtung zur Heimarbeit besteht nur, wenn dies im Arbeitsvertrag eindeutig vereinbart wurde. Sonst gilt: Homeoffice-Regelungen müssen gemeinsam mit dem Arbeitgeber vereinbart werden, auch alle Details, die Aufgaben und Arbeitszeiten oder etwa Kosten (Strom, Internet, etc.) anbelangen. Einfach eigenmächtig zu Hause bleiben, ist nicht zulässig.

Die technische Ausrüstung sollte vom Unternehmen gestellt werden, wenn etwa ein privates Gerät verwendet wird, muss geklärt werden, ob alle Zugänge vorhanden sind und ob alle Sicherheitsstandards des Unternehmens eingehalten werden. Hier ist die Datensicherheit von großer Bedeutung. Geklärt werden muss:


  • Welche Daten und Unterlagen dürfen ins Homeoffice mitgenommen werden?

  • Wie werden Daten gesichert und dem Unternehmen/Kollegen zugänglich gemacht?

  • Ist der Datentransfer sicher?

  • Was passiert, wenn Schadsoftware/Viren über das private Netzwerk in das Firmennetzwerk gelangen?


Diese Fragen variieren je nach Branche und Bereich in dem im Homeoffice gearbeitet wird. Bestenfalls werden diese Punkte schriftlich festgehalten, damit sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer genau in Kenntnis sind, wie die Arbeit im Homeoffice im konkreten Fall aussieht.


Good to know: Homeoffice und Privatsphäre

Wenn man als Arbeitnehmer im Homeoffice tätig ist, muss die Privatsphäre gewahrt werden, Arbeitgeber haben also nicht einfach Zutritt im Haus oder der Wohnung in der Telearbeit verrichtet wird.


Derzeit noch nicht eindeutig geklärt ist, was passiert, wenn man sich im Homeoffice verletzt. Für Arbeitsunfälle bei der Heimarbeit gibt es keine klare gesetzliche Regelung. Die österreichischen Sozialpartner haben angekündigt, dies in der nächsten Zeit genau zu regeln. Also vorerst keine Turnübungen am Küchensessel!


Die wichtigsten Tipps für das Homeoffice


Erstmal hört sich Homeoffice ganz verlockend an: Pyjama, nebenbei Kochen und das Sofa in Reichweite? Super. So einfach ist es dann doch nicht, überhaupt in Zeiten der Corona-Krise. Es ist wichtig, eine Routine zu schaffen und eine Arbeitsleistung zu bringen, wie sonst im Büro - gerade von zu Hause aus. Deshalb haben wir hier die drei wichtigsten Tipps für das Homeoffice zusammengefasst:


  1. Organisiertes und effizientes Arbeiten

Obwohl Studien belegen, dass man von zu Hause aus ähnlich effizient arbeitet wie aus dem Büro, sollten alle Dinge rund um die Heimarbeit gut organisiert sein. Wichtig ist es, sich einen kleinen Arbeitsplatz einzurichten. Hier gilt: Ordnung halten und alles das für die Arbeit gebraucht wird, auch in Reichweite zu haben. Selbiges gilt für die Arbeitszeit, hier sollte eine klare Beginnzeit, die täglich eingehalten wird, gewählt werden. Auch Pausen sollten geregelt sein. Um es sich einfacher zu machen kann der Büro-Arbeitsalltag zu Hause simuliert werden. In Zeiten des Smartphones kann man in der Kaffeepause ja einfach mal mit der Kollegin telefonieren. Ob die Jogginghose während dem Homeoffice angebracht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. 


  1. Kommunikation mit Kollegen und im Team

Für die Kommunikation im Team müssen geeignete Kanäle gewählt werden. Hier gibt es schon einiges an kostenloser Software, um sich zum Beispiel per Videokonferenz zu sprechen. Eine Übersicht dazu kann hier nachgelesen werden. Diese eignet sich dazu, tägliche Meetings mit den Kollegen abzuhalten, somit weiß jeder immer genau Bescheid, wer was zu tun hat. Zusätzlich kann am Ende jedes Arbeitstages eine kurze Mail ausgesendet werden: was wurde am jeweiligen Tag erreicht, wo braucht man etwa Unterstützung von Kollegen. Solche Kleinigkeite heben die Motivation und lassen das Team zusammenwachsen.


  1. Ziele und Produktivität

Eine der wichtigsten Grundlagen für das Homeoffice sind Vertrauen und Transparenz. Projekte mit Meilensteinen und Teilzielen, die gemeinsam mit Team und Führungskraft erarbeitet wurden, können helfen sich die Arbeit übersichtlich einzuteilen und die Produktivität zu steigern. Über solche Projektziele kann der Fortschritt und die Effizienz im Homeoffice gemeinsam eruiert werden.


Wenn du auf Jobsuche bist und dich fragst wo es zur Zeit wegen der Corona-Krise die meisten Jobs gibt findest du hier alle nützlichen Details


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