Die 5 größten Karriere Fehler

von Martin Jezidzic

Aktualisiert: 24.01.2017 Lesedauer: ca 3min

Frustrierter Mann ärgert sich am Telefon über seinen Job.

Du steckst fest? Eine Beförderung scheint aussichtslos? Die Firma zu wechseln wäre ein Rückschritt? Dann hast du wahrscheinlich den einen oder anderen Fehler im Laufe deiner Karriere gemacht und dir so deine beruflichen Chancen ordentlich verbaut… Was erfolgreiche Menschen ausmacht und welche die größten Stolpersteine im Job sind, erfährst du jetzt:

Kein Self-Marketing



„Selbstlob stinkt!“… ist aber nicht nur notwendig, sondern ein unentbehrlicher Eckpfeiler in Sachen beruflicher Perspektive! Wer sich selbst nicht optimal „verkaufen“ kann, wird es nicht weit bringen. Egal wie gut du bist – wenn du es anderen schlecht oder gar nicht vermittelst, nutzt dir jede perfekte Qualifikation gar nichts. Scheu nicht davor, deine Stärken zu zeigen und Errungenschaften zu erwähnen. Kreiere firmenintern stets ein erfolgreiches Bild und sprich nie über Sachen, die nicht geklappt haben. Dass der Deal von letzter Woche nicht hingehauen hat, muss ja nicht jeder wissen. Der Spitzen-Abschluss dieser Woche gehört jedoch als Aufmachung in den nächsten Newsletter! Gut… man kann sich auch nur hocharbeiten, aber es dauert meist sehr viel länger als sich „hochzuschleimen“. Kombiniere beides in gesundem Maß und du wirst auf dem schnellsten Weg in neue Sphären sein.

Unrealistische Ziele



Man weiß gar nicht mehr, was man glauben bzw. welchen Motivationszitaten man glauben soll. Von „Setze dir das Unerreichbare als Ziel und du wirst alles erreichen!“ über „Schritt für Schritt zum Erfolg!“ bis hin zur alten Fabel über den Hasen und den Igel... Die Wahrheit ist, dass man mit zumindest einem Bein am Boden bleiben sollte, sonst verliert man den Blick für das Wesentliche: Du würdest am Liebsten sofort den Job des Abteilungsleiters übernehmen und auch gleich die Aufgaben des Firmenchefs? Auch wenn du dazu fähig wärst und deren Arbeit doppelt so gut verrichten würdest, musst du dich an die ungeschriebenen Abläufe und Firmenregeln halten. Schau auf deine Aufgaben, sei fleißig und erledige sie mit Bravour. Denn „wer führen will, muss erst folgen lernen“. Hab Geduld, den Berg erklimmst du nicht in drei Sprüngen, sondern schlägst den Felshaken Meter für Meter ins Gestein, bis du ganz oben ankommst.

Die Drecksarbeit erledigen



Im Volksmund heißt es, dass man einen Job wählen soll, der einem gefällt. Das hat auch seinen Grund, denn wenn dir nach ein paar Jahren stagnierender Karriere die Puste ausgeht, hält dich das bloße Interesse am Beruf noch bei der Stange. Einen Job, welchen du von Anfang an nur um des Geldes wegen angenommen hast, wirst du hingegen schnell wieder loswerden wollen, sobald die ersten Schwierigkeiten auftauchen. Nur mit Leidenschaft und Wille erreichst du großartige Erfolge. Ohne echtes Interesse für die Tätigkeit kann ein Haubenkoch genauso gut Fritteusen-Wender sein. Eine steile Karriere machen, ohne dabei 101% zu geben (sprich ohne "das gewisse Extra") funktioniert in den wenigsten Fällen. Also krempel die Ärmel hoch, gehe dahin wo niemand hin will und mache die „Drecksarbeit“, für die sich viele zu Schade sind. Es wird auf lange Sicht nicht unbemerkt bleiben.

Ehre, wem Ehre gebührt



Du magst es, wenn dich dein Chef vor der Belegschaft für eine gelungene Arbeit lobt? Dann macht er schon mal eine Sache richtig, die viele für sich selbst beanspruchen: Dein Boss schmückt sich nicht mit fremden Federn! Also mach es ihm nach! Das bringt dir cirka ´ne Million Sympathiepunkte unter den Kollegen ein und zeugt von Charakter. Wenn du dich doch dazu entschließt, z.B. bei der Vorstandssitzung im Licht eines anderen zu strahlen, tu es wohl wohlbedacht, denn: „What goes around, comes around.“ Grundsätzlich solltest dich nur mit eigenen Leistungen rühmen und nach jeder noch so harschen Kritik auch ein Lob aussprechen, um eine allzu negative Wirkung abzufedern.

Erst beweisen, dann fordern





Du willst nach einem halben Jahr bereits eine Gehaltserhöhung? Nach einem Jahr einen besseren Dienstwagen? Nach zwei Jahren eine große Beförderung? Wow, kühl die Düse! Ehrgeizig zu sein ist ja nichts Schlimmes, aber man kann’s auch übertreiben. Wer zu sehr auf seine persönlichen Benefits pocht, erweckt leicht den Eindruck von Geldgeilheit. Und diese ist auf Dauer schädlich, denn keiner wird dich befördern, wenn er dich für käuflich und illoyal hält. Gleiches gilt für dein Gehalt, Boni oder Extra-Zuckerl... Habe Geduld und warte auf den richtigen Augenblick. Oft lässt sich einmal Gesagtes, nicht wieder zurücknehmen. Stelle Forderungen daher erst wenn du bewiesen hast, dass du sie verdienst. 

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