Welche Zertifikate gehören in deine Bewerbung?

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Aktualisiert: 15.11.2022 Lesedauer: ca 4min

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Oft kann eine Zusatzqualifikation darüber entscheiden, ob deine Bewerbung erfolgreich ist und du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. In diesem Artikel zeigen wir dir welche Zertifikate du in deinen Bewerbungsunterlagen unbedingt anführen solltest.

  1. Babbel - Sprachtrainer

  2. International angesehene Sprachtests

  3. Microsoft Office Zertifizierung

  4. MOOC - Massive Open Online Course

  5. SAP - Systeme, Anwendungen, Produkte

  6. Zertifikate, die immer gehen

Richtige Zertifikate in der Bewerbung

1. Babbel - Sprachtrainer

Mit der beliebten Online-Software Babbel kannst du bis zu vierzehn verschiedene Sprachen online lernen. Das Sprachniveau der Kurse variiert dabei von A1 bis B1 des "Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens" (GER). Durch das Absolvieren vieler kleiner Zwischentests, die das interaktive Lernen fördern, kannst du nach dem Abschluss des jeweiligen Kurses ein Zertifikat erhalten. Dieses Zertifikat enthält alle Informationen zu deinen Kursinhalten sowie dem Kursniveau, das du bestanden hast. Die E-Learning-Plattform ist mittlerweile weltweit bekannt, trotzdem gilt ein solches Zertifikat nicht als international anerkannter Sprachtest und ist so anzuführen:

  • Im Lebenslauf: Sprachkurs inklusive Niveauangabe in der Rubrik „Sonstiges“ erwähnen

  • In der Bewerbungsmappe: Zertifikat nicht direkt beilegen, sondern nur auf konkrete Anfrage nachreichen

  • Du hast noch keinen Lebenslauf erstellt? Bei hokify kannst du deinen Lebenslauf übersichtlich online erstellen

2. International angesehene Sprachtests

Zu den drei wichtigsten Tests für die englische Sprache zählen der TOEFL-, IELTS- und Cambridge-Test. In der französischen Sprache dominiert die DELF-Prüfung. Diese standardisierten und international anerkannten Sprachtests sollen vorrangig die Fremdsprachenkenntnisse von Nicht-Muttersprachlern prüfen und bewerten. Nach Abschluss eines solchen Tests erhältst du ein Zertifikat, das unter anderem als Zulassungsvoraussetzung für ausländische Universitäten anerkannt wird. Falls du also einen dieser Tests durchgeführt hast, er noch immer gültig und dein Ergebnis besser als “gut” ist, dann raten wir dir:

  • Im Lebenslauf: Angabe des Sprachtests inklusive Punktzahl unter der Rubrik „Zusatzqualifikationen“

  • In der Bewerbungsmappe: Zertifikat direkt beilegen, falls Qualifikation erwünscht ist, ansonsten auf Anfrage nachreichen

Wie hoch dein Sprachniveau ist, kannst du der Tabelle entnehmen:

A1

Du bildest einfache Sätze und triffst Aussagen zu deiner Person.

A2

Du machst dich im Alltag verständlich und nimmst an Unterhaltungen teil.

B1

Du kannst Unterhaltungen führen und sie fehlerfrei schreiben.

B2

Du führst komplexe alltagsbezogene Unterhaltungen mit Muttersprachlern.

C1

Du verstehst anspruchsvolle Literatur und Redewendungen.

C2

Du kannst Fachdiskussionen auf Muttersprachler-Niveau führen.

3. Microsoft Office Zertifizierung

Microsoft Office Kenntnisse sind heutzutage gefragter denn je und werden in den Stellenausschreibungen unterschiedlichster Branchen als Arbeitsvoraussetzung genannt. Damit in Zukunft auch du die MS-Office Anwendungen optimal meistern kannst, werden dir verschiedene Microsoft-Lehrgänge inklusive Zertifizierung angeboten. In dem Kurs zum “Microsoft Office Specialist” lernst du unter anderem den richtigen Umgang mit den verschiedenen MS-Office Programmen wie Excel, PowerPoint, Word, etc... Am Ende des Lehrgangs werden deine gewonnenen Fähigkeiten in einer leistungsorientierte Prüfung abgefragt. Durch die erfolgreiche Absolvierung erhältst du dann deine offizielle MS-Office Zertifizierung. Wenn du dich nun durch die nächsten Jobausschreibungen swipest und den Zusatz „Gute Microsoft Office Anwenderkenntnisse gewünscht“ liest, dann ist folgendes zu tun:

  • Im Lebenslauf: Kursteilnahme und Zertifikat in der Rubrik „Zusätzliche Qualifikationen“ erwähnen oder eine eigene Kategorie namens „Weiterbildungen“ erstellen

  • In der Bewerbungsmappe: Zertifikat direkt beilegen. Falls Qualifikation nicht direkt gefordert wird, dann Zertifikat nur auf Anfrage nachreichen

4. MOOC - Massive Open Online Course

Weitere Möglichkeiten sich internetbasiert weiterzubilden bieten beliebte E-Learning-Plattformen, wie beispielsweise „Coursera“, „edX“ oder auch „Iversity“. Hier werden universitäre Lehrveranstaltungen für jeden online zugänglich gemacht, sodass das Kursangebot inklusive Teilnahmebestätigung kostenlos zur Verfügung steht. Zwar ersetzen diese Kurse kein Studium oder eine Fachausbildung, allerdings kannst du deine Kenntnisse je nach persönlichem oder beruflichem Interesse erweitern. Nach der Teilnahme an einem solchen Kurs sowie dem erfolgreichen Bestehen eines Abschlusstests erhältst du dein entsprechendes Zertifikat. Da diese Online-Lehrveranstaltungen bereits international einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht haben, empfehlen wir dir:

  • Im Lebenslauf: Kursteilnahme inklusive Abschlussnote in der Rubrik „Sonstiges“ erwähnen

  • In der Bewerbungsmappe: Zertifikat nicht direkt beilegen, sondern nur auf konkrete Anfrage nachreichen

5. SAP - Systeme, Anwendungen, Produkte

Das SAP-Programm ist ein Softwareprodukt, welches Unternehmen bei der Durchführung von Geschäftsprozessen hilft. Kurse zu diesem Programm werden beispielsweise vom Wirtschaftsförderungsinstitut Österreich angeboten. Insgesamt gibt es sechs Module, die nacheinander oder zeitgleich absolviert werden können, wobei du nach Abschluss eines jeden Kursmoduls ein international anerkanntes Zertifikat erhältst. Da die in den Kursen vermittelten Qualifikationen heutzutage immer wichtiger werden, raten wir dir:

  • Im Lebenslauf: Kursteilnahme und Zertifikat in der Rubrik „Zusätzliche Qualifikationen“ erwähnen oder eine eigene Kategorie namens „Weiterbildungen“ erstellen

  • In der Bewerbungsmappe: Zertifikat direkt beilegen, falls Qualifikation erwünscht ist (beispielsweise im IT-Bereich), ansonsten auf Anfrage nachreichen

6. Zertifikate, die immer gehen

Es gibt einige Skills, die in jedem Lebenslauf gut ankommen. Projektmanagement, Kommunikationstrainings und Wirtschaftskenntnisse schätzt jeder Arbeitgeber. Die Fähigkeit ein Team motivierend zu führen oder Ergebnisse überzeugend zu präsentieren helfen bei jeder Bewerbung und gehören damit in jeden Lebenslauf.

Neben den Zertifikaten, die zu den Hard Skills zählen, sind auch deine Soft Skills wichtig. Weißt du schon was Soft Skills sind und wie du sie am besten in deine Bewerbung einbaust?

Sebastian ist gelernter Historiker, mag Yoga & Hiphop und arbeitet seit 2018 bei hokify. Wichtige Informationen verständlich auf den Punkt zu bringen ist seine Stärke. Als Team Lead der Karriere-Tipps und PR Manager bei hokify beschäftigt sich Sebastian besonders mit Karriere- & Arbeitsmarktthemen, Fachkräftemangel sowie Lehrlings- & Social Media Recruiting. Dazu versorgt er Jobsuchende mit Tipps zu Bewerbung, Lebenslauf und Jobsuche.

Stand Dezember 2021

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