Alles was du über die überbetriebliche Lehre wissen musst.

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19.03.2021

1. Was ist eine überbetriebliche Lehre?

Nicht Alle, die sich für eine Lehre interessieren, finden auch eine passende Lehrstelle. Aus diesem Grund wurde die so genannte Überbetriebliche Lehre vom AMS und WAFF ins Leben gerufen.

Der wesentliche Unterschied zu einer klassischen Lehre besteht darin, dass der Ausbildungsvertrag nicht mit einem Lehrbetrieb, sondern mit einer Ausbildungsstelle abgeschlossen wird. Man kann also eine Lehre absolvieren, ohne eine tatsächliche Lehrstelle gefunden zu haben. Die Berufserfahrung wird üblicherweise mit Hilfe von Kooperationsunternehmen gesammelt. Das Ziel soll sein, während der überbetrieblichen Lehre in eine reguläre betriebliche Lehre zu wechseln, aber es ist auch möglich, die gesamte Ausbildung überbetrieblich zu absolvieren.

2. Wie sieht die Bezahlung aus?

Lehrlinge in der überbetrieblichen Lehre bekommen zwar keine klassische Lehrlingsentschädigung, dafür aber eine so genannte Ausbildungsbeihilfe. Diese wird vom AMS bereitgestellt und kann bis zu 714€ monatlich betragen. Die tatsächliche Höhe der Ausbildungsbeihilfe ist von mehreren Faktoren abhängig, wie zum Beispiel der Höhe des behinderungsbedingten Mehraufwandes.

3. Welche Einrichtungen für eine überbetriebliche Lehre gibt es?

Mittlerweile gibt es zahlreiche Einrichtungen, die eine überbetriebliche Lehre anbieten. Hier findest du eine Auflistung der größten:

4. Was ist eine verkürzte Lehre?

Um die Lehre auch für Jugendliche mit einer Matura schmackhaft zu machen, gibt es die Möglichkeit, eine so genannte verkürzte Lehre zu absolvieren. Die Verkürzung ist von der ursprünglichen Dauer der Lehre abhängig und funktioniert so, dass die einzelnen Lehrjahre um ein paar Monate gekürzt werden. Hier ein paar Beispiele:

  • 4-Jährige Ausbildung: Hier werden die ersten 2 Lehrjahr auf 8 Monate reduziert und die letzten 2 Jahre auf 10 Monate (8-8-10-10)

  • 3-Jährige Ausbildung: Hier werden alle Lehrjahre auf 8 Monate gekürzt (8-8-8)

  • 3,5-Jährige Ausbildung: Hier bleibt der letzte Monat gleich, aber die restlichen Jahre werden auf 8 Monate gekürzt (8-8-8-6)

  • 2-Jährige Ausbildung: Die Verkürzung einer 2-jährigen Ausbildung ist nicht möglich

Wichtig: Die Verkürzung ist nicht verpflichtend. Wer also die volle Lehrzeit auskosten möchte kann das selbstverständlich auch machen.

Die Lehrlingsentschädigung wird dabei an die verkürzte Laufzeit angepasst: Die Entschädigung für das erste Lehrjahr gilt also für die ersten 8 Monate (außer bei einer 2-jährigen Ausbildung). Oft wird auch bereits im ersten Lehrjahr eine Entschädigung für das zweite Lehrjahr bezahlt.



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