Diskriminierung am Arbeitsplatz

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Wir verbringen viel Lebenszeit in der Arbeit. Deshalb ist es wichtig, dass es uns während der Arbeitszeit auch gut geht. Vieles trägt zu einer positiven Stimmung am Arbeitsplatz bei, wie etwa ein gutes Verhältnis zu den Kollegen oder ein ordentliches Gehalt. Leider gibt es auch Faktoren, die sich negativ auf die Situation am Arbeitsplatz auswirken. Wenn das der Fall ist, ist es wichtig, es nicht einfach dabei zu belassen, sondern aktiv etwas dagegen zu unternehmen. Im folgenden Beitrag schreiben wir über das Thema “Diskriminierung am Arbeitsplatz”, wir zeigen Schritt für Schritt was Diskriminierung eigentlich bedeutet und was man dagegen tun kann.

1. Was bedeutet Diskriminierung am Arbeitsplatz

Diskriminierung und Vorurteile liegen oft nahe beieinander. Ein Vorurteil bildet man sich - wie das Wort sagt - im Vorhinein, eben ohne gründliche Abklärung und eingehende Untersuchung dieses Urteils. Diese vorgefassten Einstellungen, die unreflektiert aus der Gesellschaft übernommen werden, werden in der Folge auf einzelne Personen angewendet. Hat das negative Auswirkungen auf eine Person, auf Grund von zum Beispiel Geschlecht, Alter oder religiösem Bekenntnis, spricht man von Diskriminierung.

Weiter wird in die sogenannte “Unmittelbare Diskriminierung” oder “Mittelbare Diskriminierung” unterschieden, darunter verstehen wir wie folgt:

2. Unmittelbare Diskriminierung

Die unmittelbare Diskriminierung liegt dann vor, wenn Personen wegen des Geschlechts, ihrer Religion, Alters oder sexuellen Orientierung in einer bestimmten oder vergleichbaren Situation eine ungleiche beziehungsweise ungünstige Behandlung erfahren als eine andere Person in einer ähnlichen Situation.

Siehe auch AK - Diskriminierung am Arbeitsplatz

3. Mittelbare Diskriminierung (am Arbeitsplatz)

Unter mittelbarer Diskriminierung versteht man Vorschriften am Arbeitsplatz, die zunächst neutral erscheinen, jedoch bestimmte Personen oder Gruppen gegenüber anderen ArbeitnehmerInnen benachteiligen.

4. Wann ist Diskriminierung verboten

Diskriminierung ist immer dann verboten, wenn Arbeitnehmerinnen aufgrund der oben genannten Faktoren (hier noch einmal auf einen Blick: ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Alter, Behinderung oder sexuelle Orientierung) diskriminiert werden. Wie beschrieben mittel- oder unmittelbar. Diskriminierung liegt auch immer dann vor, wenn gegen das Gleichbehandlungsgesetz, das die gleichen Rechte für alle Arbeitnehmer regelt, verletzt wird.

Laut Arbeiterkammer ist Diskriminierung bei folgenden Punkten verboten:

  • Begründung der Arbeitsverhältnisses

  • Festsetzung des Entgelts/Lohn

  • Gewährung von freiwilligen Sozialleistungen

  • Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung und Umschulung

  • Beim beruflichen Aufstieg und Beförderungen

  • Sonstige Arbeitsbedingungen

  • Beendigung des Arbeitsverhältnisses 

  • Bei Stellenausschreibungen

(Vgl. Arbeiterkammer Wien)

5. Wo gilt das Gleichbehandlungsgebot

Das Gleichbehandlungsgebot gilt für alle - Arbeitsverhältnisse aller Art (die auf einem privatrechtlichen Vertrag beruhen), - arbeitnehmerähnliche Beschäftigungsverhältnisse, - Heim- und Leiharbeitnehmer. Ausnahmen entnehmen Sie bitte der Homepage der Wirtschaftskammer.

6. Gegen Diskriminierung wehren

Die wichtigste Regel lautet: Nicht einfach wegsehen oder Diskriminierung akzeptieren, sondern aktiv etwas dagegen unternehmen. Im ersten Schritt kann man etwa eine Auskunft oder Rat brauchen, hier wendet man sich im besten Fall an die Arbeiterkammer oder die jeweilige Gewerkschaft. Sollte es zum Rechtsstreit kommen ist eine Beratung durch die Gleichbehandlungskommission von Vorteil.

Nähere Infos dazu finden Sie hier.

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