Gehaltsentwicklung in der Branche Handel

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Trotz Corona-Pandemie im letzten Jahr und fortlaufendem Lockdown wurde besonders in einem Bereich mehr gearbeitet als sonst: Im Lebensmitteleinzelhandel. Für ArbeitnehmerInnen in den sogenannten systemrelevanten Berufsgruppen, zu denen auch VerkäuferInnen von Lebens- und Nahrungsmittel zählen, hat das im Corona Jahr 2020 oft eine starke Zusatzbelastung und mehr Arbeit bedeutet. Mit welchen Leistungen können ArbeitnehmerInnen in dieser Branche rechnen? Wir informieren über Gehalt und Prämien während Corona sowie Ausbildungsschwerpunkte.

Leichtes Gehaltsplus

Mit 1. Jänner 2021 stiegen die Gehälter im Handel um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und schnitten damit ein wenig besser ab als die Gehälter in der traditionell stark verhandelnden Metallindustrie. Einige der großen Handelsketten haben ihren Mitarbeitern dazu Covid-Prämien ausgezahlt, diese Prämie wurde bei mindesten EUR 150,- brutto veranschlagt. Nicht weltbewegend, aber immerhin eine Prämie.

Übersicht Gehaltsplus der letzten Jahre in der Branche Handel:

2021

+1,5%

2020

+2,5%

2019

+3,2%

2018

+2,6%

2017

+1,45%

Vgl. orf.at Gehälter im Handel steigen um 1,5 Prozent

Insgesamt zeigt sich im Handel jedoch ein divergierendes Bild. Der Lebensmittelhandel als Gewinner der Krise auf der einen Seite, Umsatzeinbußen und Kurzarbeit im Textil- und Schuhhandel auf der anderen Seite. In vielen anderen Bereichen ist das Online-Shopping zum harten Konkurrenten geworden - das bedeutete auch weniger Arbeitsplätze in heimischen Geschäften, gleichzeitig neue Arbeitsplätze in der Zulieferbranche. Obwohl Anfang Februar, nach dem dritten Lockdown, der Handel wieder aufsperren wird, sind die Regeln mit FFP2 Masken und nur einem Kunden je 20 Quadratmeter Geschäftsfläche nachwievor streng.

Job mit Zukunft

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt: Jobs im Handel, allen voran in Super- und Drogeriemärkten sind sichere Jobs mit Zukunft. Wenn die Corona-Pandemie eines gezeigt hat, dann dass ArbeitnehmerInnen in dieser systemrelevanten Berufsgruppe unersetzlich sind. Auch jetzt werden noch viele Arbeitskräfte in diesem Bereich gesucht.

Aktuelle Jobs in der Branche Handel findest du hier.

Das kann man verdienen

Bei der Lehre als Einzelhandelskauffrau/mann gibt es besonders in den ersten drei Lehrjahren große Unterschiede beim Lehrentgelt. Je nach Arbeitgeber kann das Gehalt und etwaige Zusatzleistungen stark divergieren. Es gilt die Faustregel: Diskonter zahlen in den ersten Lehrjahren besonders gut und das deutlich über Kollektivvertrag

  • Erstes Lehrjahr - EUR 711,- brutto im Monat

  • Zweites Lehrjahr - EUR 914,- brutto im Monat

  • Drittes Lehrjahr - EUR 1.167,- brutto im Monat

Nach der Lehre kann man mit einem Einstiegsgehalt von rund EUR 1700,- brutto im Monat rechnen (Vgl. AMS Berufslexikon). Hier gilt es jedoch zu beachten, dass es bei diesem Lehrberuf bis zu 15 verschiedene Ausbildungsschwerpunkte gibt. Je nach Ausbildungsschwerpunkt können die Gehälter unterschiedlich hoch sein. Die Ausbildungsschwerpunkte sind wie folgt:

  1. Baustoffhandel

  2. Einrichtungsberatung

  3. Eisen- und Hartwaren

  4. Elektro-Elektronikberatung

  5. Feinkostfachverkauf

  6. Gartencenter

  7. Kraftfahrzeuge und Ersatzteile

  8. Lebensmittelhandel

  9. Parfümerie

  10. Schuhe

  11. Sportartikel

  12. Telekommunikation

  13. Textilhandel

  14. Uhren- und Juwelenberatung

  15. Digitaler Verkauf

Aktuelle Jobs im Handel und in deiner Nähe findest du hier.

Die Branche Handel hat in den nächsten Jahren gute Beschäftigungsaussichten, nach Ende des Lockdowns wird mit einem starken wirtschaftlichen Aufschwung gerechnet. Je nach Ausbildungsschwerpunkt und Berufserfahrung kann man sehr gut verdienen, etwa als Filialleiter mehr Verantwortung übernehmen und Fortbildungsmöglichkeiten in großen Handelshäusern nutzen, auch in Corona Zeiten hat man jedenfalls einen sicheren Job.

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