LAP: Lehrabschlussprüfung nachholen - so geht’s

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Aktualisiert: 29.06.2022 Lesedauer: ca 2min

4 Frauen mit Abschlusskappe

Eine abgeschlossene Lehre öffnet dir viele Türen im Berufsleben, denn ausgebildete Fachkräfte sind gefragter denn je. Wenn du deine Lehre vorzeitig beenden musstest und die Lehrabschlussprüfung nicht absolviert hast, besteht die Möglichkeit sie nachzuholen und dir deinen Lehrabschluss trotzdem zu sichern! Übrigens können auch Personen, die ausreichend Berufserfahrung vorweisen können einen Lehrabschluss bekommen. Wie das funktioniert und welche Voraussetzungen du erfüllen musst, erklären wir dir! 

Voraussetzungen um die LAP nachzuholen

Du kannst beantragen, deine Lehrabschlussprüfung nachzuholen wenn: 

  1. du bereits mindestens die Hälfte der Lehrzeit absolviert hast,

  2. und dein Lehrverhältnis aufgelöst wurde und

  3. und du keine neue Lehrstelle mehr findest. 

Eine weitere Möglichkeit ist, wenn du bereits 18 Jahre alt bist und schon durch Berufserfahrung oder entsprechende Kurse, die nötigen Kenntnisse und Qualifikationen für eine bestimmte Lehre erworben hast. In diesem Fall kannst du zur Lehrabschlussprüfung antreten, ohne eine formale Lehrzeit absolviert zu haben. 

Für welche Lehrberufe kann ich die LAP nachholen?

Theoretisch kannst du die Lehrabschlussprüfung für jeden Lehrberuf nachholen. Nur bei Berufen, die sehr viel Praxiszeit voraussetzen oder die nur in einem bestimmten Unternehmen gemacht werden können, kann es Ausnahmen geben. 

Anmeldung und Kosten für die LAP

Du kannst die LAP zu dem Zeitpunkt nachholen, an dem du sie in einem regulären Lehrverhältnis auch frühestens abgelegt hättest. Um dich für die LAP anzumelden, musst du dich bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer deines Bundeslandes melden und folgende Dokumente vorweisen: 

  • Berufsschulzeugnisse

  • Dienstzeugnisse

  • Kursbestätigungen 

  • Praktikanachweise

Den exakten Prüfungstermin erhältst du meistens mindestens drei Wochen vor deiner Prüfung. 

Kosten

Die Kosten für die Prüfungsgebühr musst du selbst zahlen, wobei es in manchen Fällen auch Bildungsförderungen gibt. Vorbereitungskurse, die du vor der Prüfung besuchst, musst du ebenfalls selbst bezahlen. Auch für die Kurse gibt es mehrere Kursförderungen, die du in Anspruch nehmen kannst. 

Vorbereitung für die LAP

Wie du dich für die Lehrabschlussprüfung vorbereitest, ist dir überlassen. Viele Lehrberufe bieten Vorbereitungskurse an, die du z.B. beim BFI oder WIFI besuchen kannst. Jegliche Kosten, die für diese Kurse anfallen, musst du selbst bezahlen und die Dauer der Kurse kann sehr unterschiedlich sein. Manche Vorbereitungskurse sind nur wenige Tage oder Wochen lang und andere Kurse können wiederum mehrere Monate oder ein Jahr dauern. In den meisten Fällen sind diese Kurse jedoch berufsbegleitend, das heißt, dass du nebenbei deinen normalen Tätigkeiten nachgehen kannst. 

Vorteile der Lehrabschlussprüfung

Fachkräfte sind händeringend gesucht und haben daher viele Karrierechancen. Mit einem Lehrabschluss wirst du nicht nur bei der Jobsuche erfolgreicher sein, sondern hast als qualifizierte Fachkraft auch mehr Chancen im Arbeitsmarkt - du kannst z.B. in Zukunft eine Meisterprüfung oder verschiedene Weiterbildungen machen . Ein Lehrabschluss wirkt sich auch auf dein Gehalt aus, denn mit einer abgeschlossen Lehrausbildung steht dir ein höheres Gehalt zu. 

#hokifyexpertentipp: Wenn du deine Lehrabschlussprüfung nachholst, bist du besser qualifiziert - das solltest du auch für deinen Job ausnutzen und ein höheres Gehalt verhandeln

Fazit

Das Nachholen der Lehrabschlussprüfung zahlt sich aus, da eine abgeschlossene Ausbildung im Arbeitsmarkt viel Wert ist. Informiere dich daher, ob du dazu berechtigt bist die Lehrabschlussprüfung nachzuholen und los geht’s!

Xheva (ausgesprochen: Tschewa, you're welcome) studiert, wenn sie nicht gerade in Bücherwelten und Tagträumen versinkt, Kommunikationswirtschaft. Für die hokify Karriere-Tipps befasst sie sich hauptsächlich mit den Themen Lehre, Ausbildung und Bewerbung. Damit du bei der Jobsuche nicht so sehr verzweifelst wie sie, hat sie alle Tipps und Insiderinfos für dich, die sie auch gerne am Anfang gehabt hätte.

Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung von männlichen und weiblichen Sprachformen verzichtet. Alle Personenbezeichnungen sind demnach geschlechtsneutral zu verstehen.

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