Prämien, Provisionen und Bonuszahlungen

von Julia Gerstmayer

Aktualisiert: 29.05.2024 Lesedauer: ca 3min

Münzenstapel symbolisch für eine Prämie

Prämien, Provisionen und Bonuszahlungen sind Geldbeträge, die dein Arbeitgeber dir zusätzlich zu deinem Gehalt auszahlen kann, um besondere Leistungen zu belohnen. Diese Zahlungen sind meist an bestimmte Leistungen oder Erfolge geknüpft, wie zum Beispiel das Erreichen von Verkaufszielen oder die erfolgreiche Umsetzung eines Projekts. Sie dienen dazu, die Motivation der Mitarbeiterinnen zu steigern und besondere Leistungen systematisch zu honorieren. 

Nein, grundsätzlich sind Prämien, Boni und Provisionen nicht steuerfrei. Es gibt jedoch Regelungen, in denen es einen Freibetrag gibt, z.B. gesellschaftliche Herausforderungen wie die Corona-Pandemie.
Prämien erhältst du bei der Erreichung von vorab gemeinsam definierten Zielen. Provisionen sind meist anteilige Zusatzzahlungen, die von der Höhe deiner Leistung abhängen, z.B. Verkaufspreis.

Wie funktionieren Prämien und Boni? 

Deine Arbeitgeberin legt bestimmte Kriterien fest, die erfüllt werden müssen, um eine Prämie oder einen Bonus zu erhalten. Diese können individuell definiert werden oder für ein ganzes Team gelten und werden schriftlich in deinem Arbeitsvertrag oder einem Zusatzvertrag festgehalten. Oft gibt es auch eine feste Summe oder einen Prozentsatz des Gehalts, der als Bonus ausgezahlt wird. Die Auszahlung erfolgt bei Erreichung der Ziele, meist einmal im Jahr, pro Quartal oder nach Abschluss eines Projekts, je nachdem, an welche Kriterien die Prämien geknüpft sind. Sie werden meist gemeinsam mit deinem Gehalt ausgezahlt. 

Wie funktionieren Provisionen? 

Während Prämien für die Erreichung eines bestimmten Ziels ausgezahlt werden, sind Provisionen Zahlungen, deren Auszahlung selbst nicht an der Erreichung eines Ziels hängt, sondern bei denen die Höhe der Provision von der Leistung abhängt. Die üblichste Form sind Verkaufsprämien, bei denen die Verkäuferin einen vorab vereinbarten Betrag, oft einen Prozentsatz des abgewickelten Geschäfts, erhält. Oft gibt es aber auch Provisionen wenn Kund:innen Verträge verlängern, wieder kommen oder die Geschäftsbeziehung über einen gewissen Zeitraum oder Betrag steigt. 

Beispiel: 

Du arbeitest als Autoverkäuferin und hast mit deiner Arbeitgeberin einen fixen Betrag vereinbart, den du am Ende des Jahres erhältst, wenn du eine gewisse Anzahl an Autos verkaufst. Das ist eine Prämie. 

Du arbeitest als Autoverkäuferin und hast mit deiner Arbeitgeberin einen fixen Prozentsatz vereinbart, den du vom Kaufbetrag jedes verkauften Autos erhältst. Das ist eine Provision. 

#hokifyexpertentipp: Sowohl Prämien als auch Provisionen sind für Unternehmen eine Möglichkeit, ihre Mitarbeiterinnen zu motivieren. Sie werden deshalb sehr oft vorab vereinbart, in vielen Bereichen, z.B. dem Verkauf ist oft ein Teil des Gehalts variabel. Informiere dich deswegen schon im Bewerbungsprozess, ob es einen variablen Gehaltsanteil gibt und wenn ja, was die Bedingungen dazu sind. 

Sind Prämien und Boni steuerfrei? 

Nein, Prämien und Bonuszahlungen sind nicht grundsätzlich steuerfrei. In Österreich unterliegen Prämien und Bonuszahlungen genauso wie das reguläre Gehalt der Einkommenssteuer. Das bedeutet, dass auf diese zusätzlichen Zahlungen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge anfallen. Es gibt jedoch spezielle Regelungen, die bestimmte steuerliche Vorteile bieten können, wie zum Beispiel steuerfreie Jubiläumsgelder oder geringere Abgaben für besondere Belohnungen unter bestimmten Bedingungen. Auch wegen allgemeinen Ereignissen, z.B. der Inflation, kann es Prämien geben, die steuerfrei sind. Es lohnt sich also, hier genau hinzuschauen und sich eventuell beraten zu lassen.

Fazit

Prämien und Bonuszahlungen sind eine gute Möglichkeit, um besondere Leistungen zu honorieren und die Motivation im Job zu steigern. Es ist jedoch wichtig, sich über die genauen Bedingungen und Möglichkeiten zu informieren, um das Beste aus den Prämien und Boni herauszuholen. So kannst du dich über eine zusätzliche Belohnung freuen, ohne von den Abzügen überrascht zu werden.

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