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hokify Team

Veröffentlicht am: 01.12.16

Teilzeit Stunden pro Woche – Wieviel ist erlaubt?

Auf der Suche nach einem neuen Job swipst du dich durch die hokify App und stößt öfter auf den Begriff "Teilzeitbeschäftigung". Alles Wichtige zum Thema erfährst du hier! 

1. Stundenanzahl

Vollzeit-Beschäftigte arbeiten in Österreich, abhängig vom jeweiligen Kollektivvertrag, zwischen 38,5 und 40 Stunden pro Woche. Eine Teilzeitbeschäftigung liegt also dann vor, wenn deine vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit im Durchschnitt geringer ist. Laut der Arbeitsmarktstatistik arbeiteten Teilzeitbeschäftigte im Jahr 2016 rund 20,7 Stunden pro Woche. Solltest du oder dein Arbeitgeber das Ausmaß deiner festgelegten Stundenanzahl verändern wollen, dann muss das schriftlich und in beidseitiger Zustimmung erfolgen. 


2. Mehrstunden

Mehrarbeit ist jene zusätzliche Arbeitszeit, die zwischen deiner vereinbarten Teilzeit und der Normalarbeitszeit des Arbeitszeitgesetzes liegt. Für die Bezahlung der Mehrarbeitsstunden gilt grundsätzlich ein gesetzlicher Zuschlag von 25 Prozent des auf die Arbeitsstunde entfallenden normalen Entgelts. Die Mehrarbeitsstunden können aber auch durch einen Zeitausgleich aufgehoben werden – Zum Beispiel arbeitest du in der ersten Monatswoche deine regulären 20 Stunden plus 2 weitere Mehrarbeitsstunden und arbeitest aber dafür in der darauffolgenden Woche 2 Stunden weniger, also 18 statt 20 Stunden. Solltest du extrem wichtige Gründe haben, die dich davon abhalten Mehrstunden zu leisten, dann musst du auch keine leisten. Deine Gründe müssen allerdings schwerer wiegen als die Interessen der Firma, die in den Mehrstunden von dir vertreten werden sollten. 


3. Sonderzahlungen

In deinem Betrieb darfst du gegenüber Vollzeitbeschäftigten nicht benachteiligt werden, das bedeutet im Kollektivvertrag festgelegte Sonderzahlungen für Vollzeitbeschäftigte stehen dir als Teilzeitbeschäftigter genauso zu. Zu solchen Sonderzahlungen gehören beispielsweise das 13. und 14. Gehalt, Urlaubsgeld, beziehungsweise -beihilfe sowie Weihnachtsgeld. Auch die vom Betrieb freiwillig geleisteten Sonderzahlungen gegenüber Vollzeitbeschäftigten dürfen dir nicht vorenthalten werden. In beiden Fällen wird der auszuzahlende Betrag adäquat zu deinen geleisteten Stunden reduziert.


4. Krankheit

Wenn du todkrank im Bett liegst und deswegen nicht bei der Arbeit erscheinen kannst, dann steht dir für diesen ausgefallenen Arbeitstag trotzdem dein reguläres Entgelt zu. Außerdem kannst du eine bezahlte Dienstfreistellung in Anspruch nehmen, wenn du nachweisen kannst, dass dein Arzt nur während deiner Arbeitszeit ordiniert. 


5. Feiertage

Sollte einer deiner vertraglich festgelegten Arbeitstage auf einen Feiertag fallen, dann erhältst du auch für diesen ausgefallenen Tag dein reguläres Gehalt, das sogenannte Feiertagsentgelt.


6. Versicherungsschutz

Die geringfügige Beschäftigung ist eine sehr gute Variante um neben Schule oder Studium ein wenig Geld zu verdienen. Solltest du in einem solchen Verhältnis stehen, zählst du auch zu den Teilzeitbeschäftigten, wobei dein Verdienst unter der Geringfügigkeitsgrenze von 415,72 Euro/Monat liegt. Dadurch wirst du von deinem Arbeitgeber lediglich unfallversichert. 

Liegt dein Verdienst über der Geringfügigkeitsgrenze, dann wirst du von deinem Arbeitgeber in der Kranken-, Pensions-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung pflichtversichert. 


7. Mehrere Teilzeitbeschäftigungen

Grundsätzlich kannst du auch mehrere Beschäftigungsverhältnisse auf Teilzeitbasis eingehen, solange die gesetzlich zulässige Wochenarbeitszeit von 40 Stunden nicht überschritten wird.